Beitrag des Themenerstellers: Mir fällt Selbstfürsorge oft unglaublich schwer.
Mir etwas Gutes zu gönnen, Stopp zu sagen, meine Gefühle wirklich wahrzunehmen oder mir selbst zu vertrauen, das fühlt sich manchmal fast verboten an.
Da ist dieses kleine Teufelchen in mir, das ständig flüstert:
Du musst funktionieren. Du hast das nicht verdient. Reiß dich zusammen.
Selbstfürsorge klingt für mich oft wie eine Seifenblase, eine Illusion, etwas, das andere können, aber nicht ich.
Zu groß sind die Wenns und Abers, zu laut die Energiebdiebe in meinem Kopf. Trotzdem versuche ich es.
Diese Liste ist keine "So-funktioniert-Selbstliebe-Liste“.
Sie ist eine Erinnerung daran, dass auch kleine Schritte zählen und dass ich es wert bin, gut zu mir zu sein, selbst wenn es sich nicht so anfühlt.
Hier sind ein paar Ideen, die mir manchmal helfen und vielleicht mögt ihr sie ergänzen
Körperliche Selbstfürsorge:
- Schlaf & Erholung: Versuch, regelmäßig genug zu schlafen. Dein Körper und dein Kopf brauchen Pausen.
- Essen & Trinken: Auch wenn Appetit fehlt oder du gestresst bist: gesunde Mahlzeiten und genug Wasser helfen deinem Körper und Kopf.
- Bewegung: Alles zählt: spazieren, tanzen, Yoga, Sport. Bewegung kann auch deine Stimmung verbessern.
- Frische Luft & Sonne: Kurz rausgehen, Licht tanken, tief durchatmen, das wirkt Wunder.
- Entspannung: Dusche, warmes Bad, Massage, Kuscheldecke, Lieblingsmusik, Phantasiereise
- Wohlfühlen: Trag Kleidung, in der du dich sicher und bequem fühlst.
- Bildschirm-Pausen: Handy, Laptop und Social Media mal aus, dein Kopf braucht Ruhe.
Emotionale Selbstfürsorge:
- Gefühle wahrnehmen: Sag dir selbst, wie du dich gerade fühlst: traurig, wütend, müde. Alles ist okay.
- Mitgefühl für dich selbst: Behandle dich, wie du einen guten Freund behandeln würdest.
- Kreativät ausdrücken: Malen, Schreiben, Musik, DIY – alles, was dir hilft, dich zu zeigen.
- Dankbarkeit: Kleine Dinge zählen: Lieblingssong, Sonne auf der Haut, ein gutes Essen.
- Reden & Unterstützung: Sprich mit vertrauten Menschen oder Fachpersonen, wenn es schwer wird.
- Gefühle regulieren: Atmen, bewegen, kleine Entspannungsübungen, auch ein paar Minuten helfen.
- Bewusste kleine Freude: Eine Tasse Tee/Kakao, Lieblingssnack, warmes Bad, gönn dir kleine Dinge.
Soziale Selbstfürsorge:
- Zeit mit Menschen, die guttun: Freunde, Geschwister oder Menschen, die dich ernst nehmen.
- Nein sagen: Wenn dir etwas zu viel ist, darfst du Grenzen setzen.
- Humor & Lachen: Spaß haben und lachen stärkt dich, auch in kleinen Momenten.
- Zuhören & verstanden werden: Genauso wichtig wie selbst zu reden.
- Familienzeit bewusst genießen: Wenn sie dir gut tut (!), ohne Druck.
- Abstand von Negativem: Menschen, die dich runterziehen oder schlecht fühlen lassen, dürfen mal auf Abstand.
Mentale Selbstfürsorge:
- Struktur & Pausen: Plane deinen Tag so, dass Pausen und kleine Ruhezeiten drin sind.
- Positive Gedanken üben: Fokus auf kleine Fortschritte, nicht auf Perfektion.
- Lernen & Inspiration: Neues lernen, Podcasts, Bücher, ... alles, was deinen Kopf anregt, ohne Stress.
- Realistische Ziele: Kleine, erreichbare Ziele setzen, Erfolgserlebnisse zählen.
- Digital Detox: Handy oder Social Media bewusst mal auslassen, um deinen Kopf zu entlasten.
- Gedanken ordnen: Tagebuch schreiben, Listen machen, alles rauslassen, was belastet.
- Perfekt sein? Nein danke: Du darfst Fehler machen. Du darfst auch mal nichts machen.
Kleine Achtsamkeitstipps für jeden Tag:
- Langsam essen, bewusst genießen
- Kleine Rituale: Tee trinken, Lieblingsmusik hören, Kerze anzünden
- Den Moment wahrnehmen: Handy weg, Augen auf, fühlen, riechen, hören, schmecken
- Selbstlob: Für kleine Schritte, die du machst
- Erlaub dir realistische Erwartungen, du bist genug, so wie du bist!
Selbstfürsorge ist für mich kein Ziel, sondern ein Versuch oder im Moment gefühlt eher ein Experiment auf wackeligen Beinen. 🤔 Manchmal klappt es, manchmal nicht. Und das ist okay. Auch kleine Schritte zählen.
Ich bin auf eure Ideen gespannt,
liebe Grüße Artemis